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3 Fragen zum Wein

Wein

Gläserkunde ...

Flûte 19 cl

Das optimale Glas für Champagner, Prosecco und Sekt. Durch die schmale, hochgezogene Flötenform entweicht das Aroma nicht so schnell, die Kohlensäure perlt gut und lange.

Weissweinkelch 24 cl

Weissweingläser sollten kleiner sein als Rotweingläser, damit sich der kühle Wein nicht so schnell erwärmt. Zudem müssen Weissweine nur geringfügig atmen, um sich zu entfalten. Allroundglas für junge, fruchtige Weine wie Riesling, Sauvignon Blanc.

Rotweinkelch 36 cl

Das Universalglas zeichnet sich durch einen bauchigen Kelch aus und ist für Rotwein mit normalem Körper und ausgeprägter Säure geeignet.

Bordeauxkelch 51 cl

Ideal für charaktervolle Weine, bringt die kräftigen Aromen eines Rotweins mit viel Gerbstoff (Tannin) zur Geltung. Für Bordeaux, Rioja, Chianti, Cabernet Sauvignon, Merlot.

Burgunderkelch 50 cl

Die bauchige Form und die relativ grosse Öffnung lässt tanninarme (gerbstoffarme) Weine atmen. Gut geeignet für Weinsorten wie Burgunder, Barbera, Barbaresco

Burgunderkelch Grand Riserva

Schwere Rotweine müssen sich entfalten. Durch die dickbauchige Form und die grosse Öffnung bekommt der Wein viel Luft, so kann er sich schneller öffnen und seine Fülle präsentieren. Optimal für reife Burgunder, alte Barolo, schwerer Shiraz.

Likörkelch 8 cl

Likör oder auch Dessertweine geniesst man in kleinen Mengen und kleinen Schlucken. Glas verwendbar auch für Cognac, Portwein, Digestif oder Sherry.

Cognacglas Riserva

Der Schwenker ist das Glas für alle Weinbrände. Der extrem bauchige Kelch bündelt die Aromen und lässt sich sehr gut schwenken, was die Aromenent-faltung positiv beeinflusst.

Grappakelch 6,5 cl

Das Glas mit bauchigem Kelch und hohem Kamin eignet sich ebenso für Steinobstbrände. Das Glas wird nur im Bauch gefüllt.

Whiskybecher 28 cl

Das Glas mit dickem und stabilem Boden, auch Tumbler genannt, ist das bekannteste Whiskyglas und eignet sich für Single Malt. Passt natürlich auch als Glas für Wasser und Säfte.

Biertulpe 0,3 l

Prinzipiell ist es ja erlaubt, Bier aus der Flasche zu trinken. Die Biertulpe ist ein traditionelles Bierglas, aus dem Bier auf elegante Art genossen wird.

Gläserpflege – Ein Glas verzeiht nie

Ärgern Sie sich auch manchmal über matte Gläser aus der Spülmaschine? Jetzt kann man natürlich darüber diskutieren, ob diese überhaupt in die Abwaschmaschine gehören. Allerdings: Die meisten Gläser sind heutzutage spülmaschinentauglich. Im privaten Haushalt sollte die Abwaschmaschine einfach nicht zu heiss eingestellt sein. Gemäss Fachfrau Manuela Willi sind 50 bis 60° C ideal. «Dampf ist der Feind des Glases und macht die Gläser trüb», weiss sie aus Erfahrung. Öffnen Sie deshalb die Abwaschmaschine, sobald der Waschvorgang fertig ist, damit der Dampf entweichen kann. Bei jedem Schlag baut das Glas Spannungen auf. Selbst beim Anstossen. Und irgendwann genügt ein Fingertipp und es zerspringt. Oft kann das auch beim Abtrocknen passieren, wenn man zu viel Druck ausübt. Verwenden Sie beim Polieren ein Tuch mit grossem Leinenanteil (Baumwolle fusselt). Zuerst den Bodenteller trocknen. Wenn möglich nicht das Glas am Bodenteller halten und den Kelch polieren, das kann zum Stielbruch führen. Und sollten Sie noch Flecken entdecken, das Glas aus hygienischen Gründen niemals anhauchen, sondern kurz über Wasserdampf halten und dann reinigen.

Mit Bedacht Richtig einschenken

Das Glas randvoll einschenken ist beim Wein ein absoluter Fauxpas und genussfeind-lich. Das Bouquet, also der Duft, kann sich nicht sammeln, sondern verflüchtigt sich gleich wieder. Gemäss Manuela Willi gibt es eine Faustregel:
1. Füllen Sie das Glas nur bis zum weitesten Durchmesser des Kelches oder bis maximal zu einem Drittel, so kann sich das Bouquet des Weines am besten entfalten.
2. Weissweingläser, die kleiner sind als Rotweingläser, sollten maximal bis zur Hälfte gefüllt werden, sonst wird der Wein zu warm.
3. Grosszügiger einschenken dürfen Sie den Champagner, Prosecco oder Schaumwein, und zwar bis zu Dreiviertel des Glases. So ist die Perlage besser sichtbar. Und noch eine Regel: Wein schenkt man ein, er wird nicht wie Mineralwasser ins Glas gegossen. Also langsam und vorsichtig dosiert. Und beim Einschenken darauf achten, die Flasche in der Mitte des Bauches und nicht etwa am Hals zu halten.

Quelle: Text Coopzeitung Nr. 36 vom 7.9.10
Bilder Coop / Glas Spiegelau